Aus den Ortsnachrichten: Unser Gymnasium kommt!

Wir haben uns im Poinger Ortsnachrichtenblatt aus der KW 28 umgesehen. Nicht nur wir sind dort begeistert von den aktuellen Entscheidungen zum Bau des Gymnasiums auf dem Weg zum formellen Startbeschluss des Kreistags. Auch die Verwaltung, Parteien und sogar der Landkreis äußern sich:

Unser Beitrag: Unser Gymnasium kommt!

Wir freuen uns! In einer gemeinsamen Sitzung haben der SFB-Ausschuss (Soziales, Familien, Bildung) und der Bauausschuss des Ebersberger Kreistags beschlossen, das Gymnasium in Poing zu bauen! Dafür wird ein Budget von 55 Millionen Euro vorgesehen. Ein wichtiger Tag für Poing und ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu unserem Gymnasium.

In der Sitzung präsentierte das Fachbüro „LernLandSchaft“ die Ergebnisse der sogenannten „Leistungsphase 0“, deren Ziel es war, die Kosten zu senken und gleichzeitig qualitätsvolle und ausreichende Lernräume für unsere Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Die Planer entwarfen vier verschiedene Gebäudevarianten, in denen all das möglich ist. Allerdings beinhaltet der Beschluss auch, dass zunächst nur ein Gebäude für ein dreizügiges Gymnasium geschaffen wird und sobald die Schülerzahlen steigen, ein Erweiterungsbau erfolgt. Wenn jetzt alles nach Plan läuft, könnte bereits zum Schuljahr 2029/2030 die Schule eröffnet werden.

Damit ist sieben Jahre nach der Genehmigung durch die Staatsregierung endlich die Entscheidung für den Bau gefallen. UnserFörderverein hat sein Ziel erreicht, auf die schnellstmögliche Errichtung und Inbetriebnahme eines Gymnasiums hinzuwirken. Dies konnte nur gelingen, indem alle Beteiligten offen und konstruktiv zusammengearbeitet haben. Wir bedanken uns dafür bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, bei den Mitgliedern der beiden Ausschüsse für den einstimmigen Beschluss sowie bei den Initiativen „BIG“ und „Interessengemeinschaft Gymnasium jetzt“ für ihre Initiativen.

Nächster wichtiger Termin ist nun der 28. Juli 2025, dann wird der
Kreistag hoffentlich wie geplant den Startbeschluss für das Gymnasium in Poing fassen. Drückt die Daumen!!!

Christina P. Tarnikas
für den Förderverein Gymnasium für Poing

Bekanntgaben des Bürgermeisters: Gymnasium in Poing; Ergebnis aus dem LSV-Ausschuss und SFB-Ausschuss vom 25.06.2025

Die Fachausschüsse des Kreistages Ebersberg haben gestern einstimmig beschlossen, dem Kreistag zu empfehlen, ein Gymnasium mit einer Dreifachturnhalle und einer Sockelgarage für 60 Stellplätze zu realisieren.

Weitere Schritte:
Am 14.07.2025 wird das Vorhaben im Kreis- und Strategieausschuss
Ebersberg behandelt. In der Sitzung am 28.07.2025 soll der Startbeschluss durch den Kreistag Ebersberg gefasst werden.

Fachausschüsse des Kreistags geben grünes Licht für zwei neue Schulen im Landkreis: 101 statt 210 Millionen Euro

Die beiden Fachausschüsse des Kreistags für „Bildung“ und „Bau“ haben am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung die Weichen für den Neubau des Gymnasiums in Poing und des Berufsschulzentrums in Grafing gestellt. Einstimmig votierten die Mitglieder beider Gremien für die Vorschläge der Verwaltung, die beste Grundlage, damit auch der Kreistag Ende Juli die offiziellen Startbeschlüsse für die beiden neuen Schulen fassen kann.

Noch vor rund zwei Jahren hatten beide Schulen ein Preisschild von jeweils gut 105 Millionen Euro, nicht finanzierbar für den Landkreis in finanziell schwierigen Zeiten. „Zurück auf Los“ hieß die Devise, neue Ansätze, neue Ideen. Als Erstes wurde eine „Leistungsphase 0“ angesetzt: Die Projekte wurden nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Externe Fachleute u. a. des Beratungsbüros „LernLandSchaft“ haben
zusammen mit der Verwaltung und Vertretern der Schulen den Flächenbedarf kritisch hinterfragt. Das Ergebnis: in beiden Fällen kann deutlich Fläche und damit Baukosten eingespart werden, ohne pädagogische Abstriche machen zu müssen. Beide Schulen werden somit „kleiner“ bzw. effizienter gebaut, auch mit der Option auf spätere
Erweiterungen im Bedarfsfall. Die Berufsschule wird unter anderem erst einmal ohne Mensa und Turnhalle gebaut; das Gymnasium wird zunächst für 700 Schüler (langfristig für 1.000 Schüler) ausgelegt.

Bei der Realisierung der beiden Schulen wird der Landkreis neue Wege gehen: Wo bisher viele Planer und Gewerke eingebunden waren, werden beide Schulen erst von einem Generalplaner geplant und dann von einem Generalunternehmer realisiert. Eine weitere Änderung betrifft die finanzielle Seite: Statt erst zu planen und dann zu
schauen, wie hoch die Kosten liegen, haben beide Schulen nun ein sogenanntes „Designbudget“ zugewiesen bekommen. Das bedeutet, dass im Vorfeld feststeht, wie viel der Landkreis ausgeben möchte. Der Generalunternehmer, der letztlich den Zuschlag bekommt, verpflichtet sich vertraglich, zu einem festgesetzten Zeitraum mit der festgesetzten Summe das Projekt zu realisieren.

Das Designbudget für die Berufsschule wird auf 46 Millionen Euro festgesetzt, das Budget für das Gymnasium Poing auf 55 Millionen Euro. Das bedeutet für beide Schulen 101 statt bisher 210 Millionen Euro – eine Einsparung von 109 Millionen Euro. Die Förderung vom Freistaat Bayern muss hiervon noch abgezogen werden, sie liegt je nach Schultyp zwischen 30 und 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Generalprobe für diesen neuen Weg hat der Landkreis gerade bei der Erweiterung des Gymnasiums Kirchseeon erfolgreich absolviert. Noch vergangenes Jahr stand ein Preisschild von rund 29 Mio. Euro auf dem Projekt, zuzüglich 8,5 Mio. Euro für ein Provisorium, weil der Neubau in der bisherigen Realisierungsform erst 2029 fertig geworden wäre. Nun wird der Neubau nach Leistungsphase Null und in Systembauweise bereits im Herbst 2026 zur Verfügung stehen, Baubeginn im September 2025, und das Ganze im Rahmen des vorgegebenen Designbudgets von 15 Mio. Euro und noch dazu in ökologischer Vollholzbauweise.

Landrat Robert Niedergesäß freut sich über das einstimmige Votum der beiden Fachausschüsse: „Das ist ein Quantensprung in der Bildung. Mit dem Mut, neue Wege zu gehen und außerhalb der gewohnten Strukturen zu denken, haben wir im Landratsamt einen Weg gefunden, zwei Schulen zum Preis von einer zu bauen. Statt der geplanten rund 240 Millionen Euro für die drei Schulneubauprojekte in Kirchseeon, Poing und Grafing müssen jetzt „nur“ rund 120 Millionen Euro investiert werden – abzüglich der staatlichen Förderung. Jetzt können wir uns leisten, was bisher nicht finanzierbar war, wir können auch in schwierigen Zeiten in die Zukunft der jungen Generation investieren und Bildungsräume schaffen, sogar schneller
als bisher geplant.“

Das letzte Wort hat der Kreistag, der am 28. Juli 2025 tagt. Gibt er die Pläne frei, kann der weitere Planungsprozess gestartet werden.

Laura Tendel
Landratsamt Ebersberg

Auch die FWG berichtet: Der Startbeschluss für den Bau des Poinger Gymnasiums ist auf dem Weg

Der sog. Startbeschluss zum Bau des Gymnasiums Poing ist auf dem Weg: Am 25. Juni haben die zuständigen Fachausschüsse des Kreistags – der für Soziales, Familie, Bildung, Sport und Kultur (SFB) sowie jener für Liegenschaften, Schulbauten und Vergaben (LSV) – sich jeweils einstimmig für das Projekt ausgesprochen. Im weiteren Verlauf soll der Kreis- und Strategieausschuss nächste Woche diese Empfehlung bestätigen, so dass der Kreistag in der Sitzung am 28. Juli den „finalen Startbeschluss“ fassen kann. Ich bin als Poinger Kreisrat froh und optimistisch, dass dieser wichtige Meilenstein erreicht werden kann.

Der nun vorliegende Vorplanungsentwurf sieht zwei Baukörper – ein „H“-förmiges Hauptgebäude sowie eine separat platzierte Sockelgarage mit 60 Stellplätzen und einer 3-fach Turnhalle vor – bei derzeit geplanten Gesamtkosten von 55 Mio. € brutto.